Schüleraustausch des HAG in Albi

Bericht zum Schüleraustausch zwischen dem Hannah-Arendt-Gymnasium in Barsinghausen und dem Collège Sainte Marie in Albi (06.04. – 14.04.2011)


Gute Vorbereitung

Der Austausch mit dem Collège Sainte Marie in Albi fand in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal statt. Während einer Arbeitsgemeinschaft hatten sich die 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den achten und neunten Klassen des Hannah-Arendt-Gymnasiums sowohl mit Hilfe von Rollenspielen (z. B. “L’arrivée“, „La première soirée“, „A table“) als auch durch die Erarbeitung von Kurzvorträgen zum französischen Schulsystem, der Vorstellung der Partnerschule, den geplanten Ausflügen und der Lebenssituation der französischen Familien und der französischen Jugendlichen auf den Aufenthalt in Frankreich vorbereitet. Trotzdem stieg die Spannung je näher wir mit unserem Bus der Stadt Albi und damit der ersten Begegnung mit den französischen Partnerinnen und Partnern kamen. Dann war es endlich soweit. Früher als geplant fuhr unser Bus auf den großen Parkplatz im Stadtzentrum von Albi, und nachdem alle Koffer ausgeladen worden waren, kamen auch schon die ersten Gastfamilien um ihre deutschen Gäste zu begrüßen. Am nächsten Tag trafen sich dann alle deutschen SchülerInnen in der französischen Partnerschule wieder und natürlich hatten alle über den ersten Abend in den Gastfamilien viel zu erzählen.


Albi im französischen Department Tarn in der Region Midi-Pyrénées

Das Programm

Das von den beteiligten Lehrkräften auf französischer Seite vorbereitete Austauschprogramm war wie immer sehr gut organisiert und außerordentlich abwechslungsreich. Den Schülerinnen und Schülern bot sich so nicht nur ein intensiver Einblick in das französische Alltags- und Familienleben sondern auch in die Geschichte und Kultur der Region um Albi. Sie hatten die Gelegenheit die Altstadt von Albi, die seit 2010 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO geführt wird, zu entdecken und haben Ausflüge nach Carcassonne und Toulouse unternommen. Dabei haben sie auf sehr unterschiedliche Weise die Möglichkeit bekommen, etwas über die jeweiligen Städte zu erfahren. In Albi führten die deutschen SchülerInnen eine Stadtrallye durch, in deren Verlauf bestimmte Fragen nur mit Hilfe der Auskünfte der einheimischen Passanten zu lösen waren. So konnten sie ihre französischen Sprachkenntnisse in einer realen Gesprächssituation anwenden. Gemeinsam mit einer Stadtführerin unternahmen sie einen Spaziergang durch die mittelalterliche Altstadt von Carcassonne. Die Entdeckung von Toulouse fand dann gemeinsam mit den französischen PartnerInnen in deutsch-französischen Kleingruppen im Rahmen eines Stadtrundganges und auf eigene Faust statt.


Innenstadt von Albi

Albi bei Google Maps


"Le cri de Tarzan"

Der Höhepunkt des Besuches in Albi war wie immer der Besuch des Hochseilgartens „Le cri de Tarzan“ in der Nähe von Castres. Die deutschen und französischen SchülerInnen verbrachten dort einen Tag beim Klettern und hatten so die Gelegenheit, ihre französischen Partnerinnen und Partner in einer ganz neuen Situation zu erleben. Neben den Ausflügen haben die deutschen Schülerinnen und Schülern ihre französischen PartnerInnen an verschiedenen Tagen aber auch in den Unterricht begleitet und konnten sehen, wie der Unterricht an einem französischen Collège abläuft. Dabei haben sie viele interessante Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen und dem französischen Schulsystem entdeckt.


Im Hochseilgarten

Fazit

Insgesamt gestaltete sich die Begegnung zwischen den deutschen und den französischen SchülerInnen positiv und unkompliziert. Alle beteiligten Familien gaben sich auch dieses Mal wieder viel Mühe, die deutschen Mädchen und Jungen gastfreundlich zu empfangen und ihnen einen intensiven Einblick in das französische Leben und die Alltagskultur zu ermöglichen. Abschließend kann man sagen, dass auch der sechste Austausch zwischen dem Hannah-Arendt-Gymnasium und der Partnerschule in Albi sehr erfolgreich verlaufen ist. Nach dem gelungenen und schönen Aufenthalt in Frankreich haben sich alle Beteiligten auf den für Juni geplanten Gegenbesuch ihrer französischen PartnerInnen sehr gefreut und mit viel Engagement ein interessantes Programm für ihre französischen Freundinnen und Freunde vorbereitet. Zum großen Bedauern aller Beteiligten musste der Gegenbesuch aufgrund der EHEC-Infektionen, die auch in unserer Gegend aufgetreten sind, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, da weder die französische Schulleitung noch die beteiligten Eltern zu diesem Zeitpunkt das Risiko eingehen wollten, ihre Kinder nach Deutschland zu schicken. Der Besuch soll nun im Herbst 2011 nachgeholt werden.
Claudia Ferenz


vor der Kathedrale von Albi Die deutsche Gruppe auf den Stufen der Kathedrale

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